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Auswirkungen - Acker- und Futterbau

Ziele:

Abschätzung der zu erwartenden Ernteverluste im Acker- und Futterbau durch extreme Wetterereignisse unter Berücksichtigung unterschiedlicher Standortverhältnisse.

                                                              

Foto: Hochwasser Tangermünde 2013

Vorgehensweise:

Die Entwicklung von Pflanzenbeständen nach Extremwetterereignissen und die zu erwartenden Ertragsverluste zum Zeitpunkt der Ernte werden mit Hilfe modellgestützter Simulationen ermittelt. Für Gebiete mit einem sehr hohen Potenzial an auftretenden, Trocken-, Frost- oder Sturmschäden, die sich anhand von Häufigkeitsverteilungen des DWD für diese Ereignisse abgrenzen lassen, werden vertiefenden Analysen auf Basis einzelner Vergleichsbetriebe durchgeführt. Mit Hilfe des Modellansatzes, Daten der einzelnen Versuchsbetriebe zur Kalibrierung des Modells sowie der Klimadaten (Niederschlag, Temperatur und Globalstrahlung) können Ertragsverläufe unter vorgegebenen Randbedingungen simuliert werden. Um langfristig eine Abschätzung des Gefahrenpotentials "Trockenstress", "extreme Temperaturen oder Windstärken" für ein Gebiet vorzunehmen, lassen sich mit Hilfe des Modells zukünftige Szenarien berechnen. Ferner wird geprüft, ob neben den abiotischen Extremereignissen möglicherweise anschließende biotische Gefahren für Kulturpflanzen zu betrachten sind.

Foto: Unter Wasser stehendes Feld

Darüber hinaus werden die Auswirkungen jährlicher Witterungsschwankungen auf die Erträge ausgewählter landwirtschaftlicher Kulturen flächendeckend und regional differenziert auf Gemeindeebene für die ex-post Entwicklung mit Hilfe multivariater statistischer Verfahren (z. B. Regressionsanalyse) untersucht. Die Datengrundlage dafür sind Ertragsdaten des Testbetriebsnetzes des BMEL, regional differenzierte natürliche Standortparameter (z. B. Boden, Höhe über NN) sowie Klimadaten. Ein im Rahmen des LandCaRe Projektes entwickelter Schätzansatz soll aktualisiert und weiterentwickelt werden, insbesondere im Bereich ertragsrelevanter pflanzenbaulicher Kriterien, phänologischer Zeiträume sowie Schadschwellen bzw. Schadindizes.

Zu erwartende Ergebnisse der Analysen sind quantifizierte regionale Auswirkungen von Extremwetterlagen im Zeitraum 1995 bis 2012 (z. B. die Dürre 2003) auf ausgewählte Ackerkulturen in Deutschland. 

                                                               

Institution und Bearbeitung:

Julius Kühn-Institut (JKI)
Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde (PB)

Bundesallee 50
38116 Braunschweig
Dr. Holger Lilienthal, E-Mail: holger.lilienthal@we dont want spamjki.bund.de

                               

Johann Heinrich von Thünen-Institut (Thünen-Institut)
Institut für Ländliche Räume (LR)
Bundesallee 50
38116 Braunschweig
Dr. Horst Gömann, E-Mail: horst.goemann@we dont want spamti.bund.de