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Auswirkungen - Monetäre Schäden

Ziele:

Abschätzung der durch Extremwetterereignisse verursachten monetären Schäden (wirtschaftlichen Verluste) auf der Basis der Auswertungen der Extremwetterlagen seit 1961 bis heute sowie der zu erwartenden Entwicklungen.

                          

Vorgehensweise:

Die aus Teilprojekt "Identifiktion und Analyse von Extremwetterlagen" resultierende Häufigkeitsverteilung des regionalen Auftretens und Intensitäten von agrarrelevanten Extremereignissen wird mit Hilfe der in Teilprojekt "Auswirkungen" ermittelten Wetter-Ernte-Beziehungen in eine Häufigkeitsverteilung für physische Schäden übersetzt. Gegebenenfalls sind ergänzende Kalkulationen erforderlich, beispielsweise um physische Schäden an Bäumen in physische Schäden an Produkten zu übersetzen. Die physischen Schäden werden dann in Wertschöpfungsverluste unter derzeitigen ökonomischen Rahmenbedingungen übersetzt. Dabei besteht eine besondere Herausforderung darin, die pflanzenbaulich-landtechnische Ebene mit der wirtschaftlichen Ebene zu verknüpfen.

Die Simulation von Anpassungen im Agrarsektor nach klimatischen Extremereignissen liegt außerhalb des derzeitigen Abbildungsbereichs der agrarökonomischen Modelle des Thünen-Modellverbundes. Um wirtschaftliche Verluste ausgewählter Extremereignisse wie extremer Dürren, Starkregen, Überschwemmungen oder Kahlfröste abzuschätzen, sind beispielsweise zu erwartende Anpassungen und unvermeidbare Ernteverluste z. B. als Mengen- und/oder Qualitätsabschläge den Modellen (FARMIS und RAUMIS) exogen vorzugeben. Die monetären Verluste ergeben sich als Differenz zwischen dem landwirtschaftlichen Einkommen (Wertschöpfung) nach einem Extremereignis und demjenigen bei einer "normalen Ernte". So wären z. B. zur Abschätzung von Schäden des Bodens durch Erosion und Verdichtung oder für Mehrkosten (z. B. für die Ernte oder die Schadensbeseitigung) spezifische Ansätze zu entwickeln.

         

Produkte:

Abschätzungen zu den wirtschaftlichen Schäden, die in Deutschland durch agrarrelevante Extremwetterereignisse verursacht wurden bzw. künftig erwartet werden, differenziert nach Wetterkategorien, Pflanzenkulturen und Regionen.

                          

Institution und Bearbeitung:

Johann Heinrich von Thünen-Institut (Thünen-Institut):

Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie (WF)
Bundesallee 50
38116 Braunschweig
Dr. Björn Seintsch, E-Mail: bjoern.seintsch@we dont want spamti.bund.de

FARMIS:

Institut für Betriebswirtschaft (BW)
Bundesallee 50
38116 Braunschweig
Dr. Frank Offermann, E-Mail: frank.offermann@we dont want spamti.bund.de

RAUMIS:

Institut für Ländliche Räume (LR)
Bundesallee 50
38116 Braunschweig
Peter Kreins, E-Mail: peter.kreins@we dont want spamti.bund.de