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Teilprojekt Identifikation und Analyse von Extremwetterlagen - Sonderkulturen - Biotische Gefahrenpotenziale

Ziele:

Prüfung, ob Kenntnisse zu biotischen Gefährdungspotenzialen vorhanden sind und ggf. Auswertung.

        

Vorgehensweise:

Am Institut für Strategien und Folgenabschätzung des JKI in Kleinmachnow werden zunächst Schaderreger für die im Projekt genannten Sonderkulturen (Wein, Hopfen, Apfel als Leitkultur für Obst, Spargel als Leitkultur für Gemüse) erfasst. Es handelt sich hierbei um eine Auswahl an Schaderregern, für die aus der Literatur bekannt ist oder infolge von Analogieschlüssen aus ihrer Biologie vermutet wird, dass sie durch den zu erwartenden Klimawandel allgemein beeinflusst werden. Diese Erfassung möglicherweise klimarelevanter Schaderreger erfolgt unter Nutzung vorhandener Literatur, der Online-Datenbanken KLIMAPS-JKI und ALPS-JKI sowie von Literaturrecherche Systemen. Auf diese Weise erstellte Schaderregerlisten werden zur Abschätzung der Praxisrelevanz an verschiedene Experten aus der Beratung bzw. Praxis (s. unten) gegeben und deren Einschätzung berücksichtigt.

Für diese aus Sicht des Klimawandels möglicherweise relevanten Schaderreger werden Kenntnisse zur Auswirkung von Extrema (gemäß den vom IPCC 2012 definierten Extremwetterbegriffen) kulturartenspezifisch zusammengetragen und soweit vorhanden, auch exakte Werte für die jeweiligen Schaderreger erfasst. Derartig gewonnene schaderregerspezifische Extremwerte werden mit den von anderen Arbeitsgruppen des Projektes ermittelten kulturartenspezifischen Extremwerten, sobald sie vorliegen und zur Verfügung gestellt werden, abgeglichen und einer Prüfung unterzogen, ob sie innerhalb des durch die Kulturpflanze vorgegebenen Rahmens liegen und somit Berücksichtigung finden müssten.

Seit Februar 2013 bis zum Mai 2013 wurden Recherchen zu Kombinationen aus den im Projektauftrag festgelegten Kulturen, 594 Begriffen für die relevanten Schaderreger dieser Kulturen einschließlich Synonyma sowie den insgesamt 13 Extremwetterbegriffen des IPCC (2012) zunächst in den Recherchesystemen "Web of Science" und "Scopus" für den Zeitraum 1945 bis zur Gegenwart durchgeführt. Da die Rechercheergebnisse der Literaturdatenbanken weitgehend identisch waren und das "Web of Science" geringfügig größere Ausbeute bot, wurde sich aus Kapazitätsgründen auf letzteres beschränkt. Die Abfragen werden seit Mai monatlich wiederholt um aktuelle Einträge zu erfassen. Insgesamt wurden bisher (Stand Dezember 2013) für die im Projektauftrag vorgesehen Sonderkulturen insgesamt 331.929 Einzelabfragen (jeweilige Kombination: Kultur + Schaderregerbegriff + Extremum) ausgeführt. Erhaltene Ergebnisse werden in einem zweiten Arbeitsschritt wie beschrieben weiter ausgewertet.

Recherchen zu weiteren biotische Faktoren wie Antagonisten, Symbionten usw. können aus Kapazitätsgründen im Projektzeitraum nicht durchgeführt werden. Es gibt jedoch Hinweise in der Literatur, dass diese sowohl direkt durch den Klimawandel beeinflusst werden können als auch in ihrer Aktion mit der Pflanze und/oder Schaderregern.

                     

Produkt:

Zusammenstellung aller relevanten Informationen zu bisher bekannten Auswirkungen von definierten, durch den Klimawandel generierten Extrema auf Auftreten und Wirkung von Schaderregern an den im Projekt zu bearbeitenden Kulturen. Ableitung von Schlussfolgerungen für die Forschung.

        

Institutionen und Ansprechpartner:

Prüfung biotischer Gefahrenpotenziale:

Julius Kühn-Institut (JKI)
Institut für Strategien und Folgenabschätzung (SF)
Stahnsdorfer Damm 81
14532 Kleinmachnow
Dr. Petra Seidel, E-Mail: petra.seidel@jki.bund.de

Technischer Mitarbeiter (Februar bis Mai 2013): MSc Tobias Oergel Erstellung des Erstentwurfs der Schaderregerlisten für Sonderkulturen und Kontaktaufnahme zu Experten

             

Beratung zur Durchführung der Recherchen:

Julius Kühn-Institut (JKI)
Informationszentrum und Bibliothek (IB)
Königin-Luise-Str. 19
14195 Berlin
Dr. Olaf Hering, Tel.: 030 8304/2100, E-Mail: olaf.hering@jki.bund.de
Dr. Heike Riegler (bis Dezember 2013)

                         

Konsultation hinsichtlich der Praxisrelevanz der ausgewählten Schaderreger:

Allgemein:

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR)
Breitenweg 71
67435 Neustadt/Weinstrasse
Dr. Friedrich Louis, Tel.: 06321/671325, E-Mail: friedrich.louis@dlr.rlp.de

Nach Kulturen:

(Befragung von Tobias Oergel durchgeführt im Zeitraum Februar/März 2013)
                     

Apfel

Beratungsdienst Ökologischer Obstbau
c/o Kompetenzzentrum für Obstbau Bodensee
Schumacherhof 6
88213 Ravensburg
MSc Katrin Denzel,  Tel.: 0751/7903323, E-Mail: denzel@oekoobstbau.de
MSc Christoph Denzel, Tel.: 0751/7903323 E-Mail: christoph.denzel@oekoobstbau.de
Dipl. Ing. Gartenbau Martin Trautmann, Tel.: 0751/7903305 E-Mail: trautmann@kob-bavendorf.de

ÖKO-Obstbau Norddeutschland e.V. (ÖON)
Versuchs- und Beratungsring Esteburg
Obstbauzentrum Jork
Moorende 53
21635 Jork
Peter Heyne, Tel.: 04162/6016134, peter.heyne@esteburg.de

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Abteilung Pflanzenbau, Pflanzenschutz, Umwelt
Thiensen 22
25373 Ellerhoop
Georg Henkel, Tel. 04120/7068-226, E-Mail: ghenkel@lksh.de
Hopfen

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung
Hopfenforschungszentrum
Hüll 5 1/3
85283 Wolnzach
Dr. Florian Weihrauch, Tel.: 08442/9257-32, E-Mail: Florian.Weihrauch@lfl.bayern.de
        

Wein

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen - Nahe - Hunsrück
Dienstsitz Oppenheim
Wormser Str. 111
55276 Oppenheim
Beate Fader, Tel.: 06133-930-185

Julius Kühn-Institut (JKI)
Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau
Brüningstr. 84  54470 Bernkastel-Kues
Dr. Michael Maixner, Tel.: 06531/956483, E-Mail: michael.maixner@jki.bund.de
         

Spargel

Landwirtschaftskammer Niedersachsen
VBOG Langförden
Fachbereich Beratung im Gartenbau
Spredaer Str. 2
49377 Vechta-Langförden
Gemüsebauberater Dieter Weber, Tel.: 04447/9623-12, E-Mail: dieter.weber@lwk-niedersachsen.de

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Fachbereich Pflanzenschutz
Thiensen 22
25373 Ellerhoop
Heike Rose, Tel. : 04120/7068215, E-Mail: hrose@lksh.de

Beratungsdienst Spargel und Erdbeeren(BDSE)
Rennbahnstrasse 85
D-67454 Haßloch
Dr. Ludger Aldenhoff, Tel.: 06324/921819, E-Mail: l.aldenhoff@freenet.de

                            

Literatur:

IPCC (2012)
Managing the Risks of Extreme Events and disasters to Advance Climate Change Adaptation. A Serial Report of Working Groups I and II of the Intergovernmental Panel on Climate Change
[Field, C.B; Barros, V.; Stocker, T.F.; Qin, D.; Dokkeen, D.J.; Ebi, K.L.; Mastrandrea, M. D.; Macj, K.J.; Plattner, G.-K.; Allen, S.K.; Tignor, M.; Midgley, P.M. (eds.)]. Cambridge University Press, Cambridge, UK, and New York, NY, USA, 528 S., englisch

 

Online-Datenbanken:

http://klimaps.jki.bund.de

http://alps.jki.bund.de

 

Publikationen:

Seidel, P. (2013)
Über die Anpassungsfähigkeit der Blattläuse an Temperaturextrema.
Online-Publikation http://klimaps.jki.bund.de