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Teilprojekt Identifikation und Analyse von Extremwetterlagen

Welche Witterungs- und Wetterkonstellationen sind agrarrelevante Extremwetterlagen? Wie häufig wurden sie in der Vergangenheit beobachtet und was wird zukünftig erwartet?

Die Beziehungen zwischen Extremwetterlagen und Wirkungen auf Kulturpflanzen sind in einem hohen Maße komplex. So können Ertragseinbußen als Sekundärschäden aus einer Kombination von Wettergeschehen und Management entstehen, wobei die Wettergeschehen für sich genommen nicht unbedingt Extreme sein müssen. Auch sind Kulturpflanzen oft in der Lage, durch extreme Wetterlagen verursachte Schäden, teilweise wieder zu kompensieren, sofern sich die Witterungsbedingungen im weiteren Verlauf der Vegetationsphase günstig entwickeln.

Die Vielzahl theoretisch möglicher Witterungskonstellationen auszuwerten, ist nicht praktikabel. Daher werden nachstehende, extreme Wetterlagen für die Land- und Forstwirtschaft anhand geeigneter Indikatoren und Schwellenwerte spezifiziert und festgelegt:

  • Extreme Dürre und Hitze
  • Stark- und Dauerregen, Überschwemmungen, Nassschnee
  • Sturm
  • Hagel
  • Spät-, Früh- und Kahlfröste

Bei der Festlegung werden die unterschiedlichen klimatischen Ansprüche ausgewählter Kulturpflanzen, regionale Standorteigenschaften, sensitive Zeiträume, in denen die Gefahr von Schäden besonders hoch für eine bestimmte Kultur oder einen bestimmten Waldbestand sein kann sowie die derzeit übliche Anbaupraxis berücksichtigt.

Das beobachtete Klima sowie die Klimaprojektionen werden mit Bezug auf die spezifizierten Extremwetterlagen ausgewertet. Anhand der Klimabeobachtungsdaten lässt sich zum einen feststellen, ob sich die Häufigkeit und Intensität von Extremwetterlagen bereits verändert hat. Zum anderen schaffen die Ergebnisse eine Grundlage, um beobachtete Extremwetterlagen in Beziehung zu entstandenen Ernteverlusten zu setzen, aus denen sich monetäre Schäden ableiten lassen.

Die Analyse der Klimaprojektionen gibt demgegenüber Hinweise, inwiefern zukünftig Änderungen der Häufigkeit und Intensität von Extremwetterlagen zu erwarten sind.